27. Januar – Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Der Gemeinderat Reutlingen hat bei seiner heutigen Sitzung eine Gedenkminute für die Opfer des Nationalsozialismus abgehalten. Es folgt die Stellungnahme von Stadtrat Andreas Schwarz für unsere Fraktion:

Ich möchte heute daran erinnern, Erinnern an Taten die so verwerflich sind das diese niemals in Vergessenheit geraten dürfen.

In den Jahren des Nationalsozialismus wurden in Deutschland und anderen Länder Millionen Menschen von den Nazis Vertrieben, deportiert, gefoltert und ermordet.

1933 lebten nur noch wenige Menschen mit Jüdischem Glauben in Reutlingen, da viele zuvor ausgewandert oder weggezogen sind. Es gibt eine Dokumentation von insgesamt 50 Menschen mit Jüdischem Glauben aus Reutlingen die Ermordet wurden. Zählt man noch die damals hier Studierenden mit jüdischen Glauben hinzu, kommt man auf 70 Menschen. Deportiert, Gefoltert und Ermordet.

Nur ca. 8 Personen aus Reutlingen überlebten den Holocaust.

In der Nähe von Reutlingen gab es die Tötungsanstalt Grafeneck. Dies war eine Zentrale Einrichtung der Euthanasie der Nazis. Zwischen Januar und Dezember 1940 ermordeten Nazis systematisch ca. 10600 Menschen mit einer sogenannten Geistigen Behinderung – Männer, Frauen und Kinder. Diese Menschen stammten aus Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen unter anderem aus Baden Württemberg, Bayern, Hessen und Nordrhein Westfalen. Deportiert, Gefoltert und Ermordet.

Grafeneck gilt als eine der ersten systematische Ermordungsanlage im Rahmen der NS Action T4.

Ab März 1943 wurden Sinti – Familien aus Reutlingen und Umgebung nach Auschwitz Deportiert, Gefoltert und Ermordet.

Der Holocaust war real. Dokumentiert. Millionenfach belegt.

Es begann mit Worten, mit Ausgrenzung, mit Lügen

Heute sehen wir wieder:

Es beginnt mit Worten, Relativierung, Desinformation, KI Fälschungen

NIE WIEDER IST JETZT!

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