„Für eine Welt, in der niemand fliehen muss”

08. Dezember 2017  Allgemein


Gemeinsame Abfahrt von Reutlingen: 12:48 Uhr Hauptbahnhof Reutlingen.

Organisationen der landesweite Demonstration „Für eine Welt, in der niemand fliehen muss” sprechen sich klar gegen Rassismus und Racial Profiling aus
An diesem Samstag, dem 09.12.2017, findet in Stuttgart die landesweite Demonstration „Für eine Welt, in der niemand fliehen muss!“ statt.
Die Demonstration startet mit der Auftaktkundgebung in der Lautenschlagerstraße direkt am Stuttgarter Hauptbahnhof. Nach einer Zwischenkundgebung am Schlossplatz geht es weiter zur Abschlusskundgebung an der Paulinenbrücke. Folgende RednerInnen sprechen auf der Demonstration:

Seán McGinley – Flüchtlingsrat BW
Friedhold Ulonska – Sea Watch
Sadiq Zartilla– Geflüchteter aus Afghanistan
Eine Vertreterin vom Arbeitskreis Internationalismus Stuttgart
Tobias Pflüger – Bundestagsabgeordneter DIE LINKE & IMI e.V.
Rex Osa – Flüchtlingsaktivist
Ines Fischer – Reutlinger Asylpfarrerin

Um die 1.000 Geflüchtete und Aktive aus flüchtlingssolidarischen Gruppen aus ganz Baden-Württemberg werden erwartet, um gegen die Abschiebungs- und Abschottungspolitik Deutschlands und der EU sowie gegen die fortwährende Verschärfung von Fluchtursachen zu demonstrieren. Im Vorhinein machen die beteiligten Organisationen nun deutlich, dass sich die Demonstration auch gegen Rassismus und Racial Profiling richtet.
Rassismus zeigt sich in Deutschland nicht nur in Form von körperlichen Angriffen. „Tag für Tag sind Geflüchtete Menschen aufgrund äußerer Zuschreibungen mit rassistischen Vorurteilen konfrontiert, ob bei Behörden, bei der Einreise an den Grenzen oder in ihrem Lebensalltag. Für uns ist klar, dass wir jeglichen Formen von Rassismus vor und während unserer Demonstration nicht zusehen werden, sondern darauf reagieren“, sagt Karoline Schneider vom Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung Stuttgart. Dies richtet sich auch an rassistische Vorkontrollen durch die Polizei, die Aktivistinnen und Aktivisten verunsichern sollen. Auch wollen die OrganisatorInnen der Demonstration Geflüchteten, die sonst i.d.R. entrechtet in einer gesellschaftlichen Isolation verharren müssen, die Möglichkeit geben an der Demonstration ungestört teilnehmen zu können und eine eigene Stimme zu bekommen.
„Wir wollen gemeinsam und solidarisch unsere Stimme erheben, denn nur Seite an Seite können wir dafür sorgen, dass wir gesehen und gehört werden“, so Séan McGinley vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg. Deshalb soll es allen, die dieses Ziel teilen, möglich sein ohne Einschüchterung seitens der Behörden zu demonstrieren.
Die Demonstration beginnt um 14 Uhr in der Lautenschlagerstraße, gegenüber vom Stuttgarter  Hauptbahnhof.
Website: www.flucht-demo.de