Günter Herbig Landtagskandidat der Linken

Unter erschwerten Corona Bedingungen nominierte die Reutlinger Linke am 23.06. Günter Herbig als ihren Landtagskandidaten, als Ersatzkandidatin Petra Braun-Seitz.

Der Pliezhäuser Ortsverbandsvorsitzende und die langjährige Kreisvorsitzende der Linken wurden ohne Gegenkandidat*innen einstimmig gewählt. In Reutlingen ist er durch seine Bundestagskandidatur 2013 kein unbekanntes Gesicht. In Pliezhausen engagiert sich Günter Herbig in der Geflüchteten-Arbeit und beim VDK-Sozialverband als deren Vorsitzender.
Zuvor legten beide ihre Schwerpunkte dar, um sich dann der Befragung der Mitglieder zu stellen. Corona allgegenwärtig. Seit Jahren, so Herbig, habe die Linke auf die fatalen Entwicklungen hingewiesen, die nun durch die Corona Krise „gnadenlos“ offengelegt wurden. Ob im Gesundheitsbereich, in den Schulen, der sozialen Benachteiligung großer Bevölkerungsschichten: „Die Kluft zwischen arm und reich wird immer größer. Die Krankenhäuser und Pflegekräfte stöhnen unter der Last der Unterfinanzierung bei viel zu wenig Personal und Ausstattung. Gesundheit kann nicht dem privaten Gewinnstreben unterworfen werde und deshalb ist öffentliche Aufgabe der Daseinsfürsorge“, so der Tenor. Gleiches gelte für den Bildungsbereich, in dem Deutschland in Sachen Ausstattung und moderner Technik in Europa weit hinten rangiere. Auch hier, so Braun-Seitz, könnten sich viele Familien eben keinen Zugang zum „Homeschooling“ leisten, sofern die Lehrer*innen dazu überhaupt in der Lage seien.

Man müsse den Menschen im Land deutlich machen, dass im Landtag eindeutig eine kritische linke Stimme fehlt, die den Finger in die vielen Wunden legt. Die Linke will das Geld für die vielen Baustellen bei den besonders hohen Vermögen einfordern. Man befürchte aber, so Günter Herbig, dass die Rechnung nach der Krise wieder einmal den ärmeren Schichten vorgelegt wird.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte die Reutlinger Bundestagsabgeordnete Jessica Tatti mit ihrem „Bericht aus Berlin“, dem alle Anwesenden bis zum Schluss gespannt folgten.