Im Reutlinger GEA vom 10.10.2013 gelesen und kommentiert.

10. Oktober 2013  GEA kommentiert

Beobachtung von Linke-Politiker Ramelow verfassungswidrig

Wir wollen über den GEA nicht nur meckert, denn die heutige Ausgabe gibt Anlass zum Lob:
Jürgen Rahmig schreibt in seinem Kommentar zum gewonnen Karlsruher Urteil:
“Was über ihn zusammengetragen wurde, waren Zeitungsausschnitte. Darüber könnte man lachen, wenn es nicht so ernst wäre. Denn was der Verfassungsschutz tat, war verfassungswidrig. Doch es geschah jahrelang.”
Der Kommentar:“Das war längst überfällig”
Der Artikel zum Kommentar: Beobachtung von Linke-Politiker Ramelow verfassungswidrig
Was jedoch fehlt ist der Hinweis, dass DIE LINKE in Baden-Württemberg weiterhin durch den Verfassungsschutz bespitzelt wird. Und das durch einen SPD-Minister.
Dazu Stefan Dreher vom Landesvorstand DER LINKEN in einem Interview: “Ich war bis 1986 Mitglied bei der SPD. Dieser gehört auch der jetzige Innenminister Reinhold Gall an. Innerhalb der Partei Die Linke habe ich die sozialistische Linke 2007 mitgegründet. In dieser Strömung haben sich die Ex-Sozialdemokraten zusammengefunden. Dass wir nun weiter vom SPD-Minister bespitzelt werden, das lässt sich nur mit Rachegelüsten erklären.”
Aufgeschreckt durch Pressemeldungen, in Baden-Württemberg würde die LINKE nicht mehr bespitzelt, reagierte die CDU mit einer Anfrage, auf die im Januar 2013 Innenminister Gall erklärte,
dass nicht mehr die Gesamtpartei beobachtet werde, sondern nur noch Teile.
Gall in PHOENIX (Januar 2012): “Gerade im Jugendbereich der Partei gibt es Berührungspunkte und eine Zusammenarbeit mit linksextremen Gruppierungen, und auch deshalb wird dort beobachtet”.
Das kennen wir aus Reutlingen im Konflikt um die Galerie Zelle. Man wünscht sich brave angepasste junge Menschen, rühmt sich aber beim Sekt-Empfang über seiner rebellischen Jugendzeit, was allerdings bei Herrn Gall vermutlich nicht zutrifft, der im Alter von 19 Jahren der Feuerwehr Obersulm beitrat.

Übergriffe auf Heimkinder bei der Bruderhaus-Diakonie

Längst überfällig war die Aufarbeitung des dunklen Kapitels der Heimkinder in der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte. Einen lächerlichen Betrag von 75 000 Euro hat die Stiftung an den bundesdeutschen Hilfsfond überwiesen. Damit könnten nicht einmal 2 Betroffene entschädigt werden, nimmt man die Forderung des Vereins der Betroffenen Heimkinder (VEH). Dieser fordert eine Einmalzahlung für Betroffen von 54 000 € oder eine Rente von 300 €.
Die Vertreter des VEH e.V. wurden von der Vorsitzenden des Runden Tisches Heimerziehung Anje Vollmer (Grüne) ausgebootet. Sie regierten empört auf den Abschlussbericht:  Der im Abschlussbericht vorgeschlagene Fonds (zu gründen von Bund, Ländern und den beiden großen Kirchen) mit 120 Millionen Euro ist auf keinen Fall ausreichend – rein rechnerisch ergebe das eine Summe von höchstens 1.000 bis 4.000 Euro pro Person.
Ziemlich allein gelassen von den politischen Parteien, bekommt der Verein allein von DER LINKEN Unterstützung. Quelle:VEH-Wiki