Jessica Knapp besucht die Mobile Jugendarbeit

Die Landtagskandidatin Jessica Knapp (Die Linke) informierte sich bei einem Besuch der Mobilen Jugendarbeit (MJA) beim Träger Hilfe zur Selbsthilfe gGmbH über die Situation junger Menschen vor Ort. Ihr Anliegen sei es gewesen, „zu hören, welche Probleme die Jugendlichen haben – nicht, welche sie machen.“

Das Team der MJA unter der Leitung von Daniel Bergers berichtete von zunehmender Wohnungsnot, Schwierigkeiten im Umgang mit Behörden, frühen Schwangerschaften sowie Suchterkrankungen. Der Zugang zur Mobilen Jugendarbeit beruht auf Freiwilligkeit und einem akzeptierenden Ansatz – auch gegenüber Jugendlichen mit Suchtproblemen. Dies sei die Grundlage, um tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Als ein neues Projekt stellte das Team das Mädchen-Café für Migrantinnen an einer Reutlinger Schule vor. Zudem spiele die Ansprache über soziale Medien eine wichtige Rolle. Dort veröffentlicht die MJA regelmäßig Beiträge zu unterschiedlichen Themen, informiert und bleibt so mit Jugendlichen in Kontakt.

Im Büro der Mobilen Jugendarbeit gibt es feste Kontaktzeiten, offene Sprechstunden und die Mitarbeiter*innen sind ebenso gezielt im öffentlichen Raum bei der Streetwork unterwegs.

Auf die Frage von Jessica Knapp, welche Anliegen sie mit in den Landtag nehmen könne, wurde ein klarer Wunsch formuliert: Die Mobile Jugendarbeit kämpft seit Jahren mit bürokratischen Hürden und finanziellen Engpässen. Die Landesförderung ist seit 2009 unverändert – trotz steigender Sachkosten und rund 30-prozentiger tariflicher  Lohnsteigerungen in diesem Zeitraum. Der Kreis und vor allem die Stadt, die selbst unter finanziellem Druck stehen, tragen hier die Mehrkosten. Die verbleibende Finanzierungslücke versucht die Einrichtung durch Spenden zu decken.

Jessica Knapp kündigte an, dass Die Linke eine Spendenaktion zugunsten der Mobilen Jugendarbeit auf dem Reutlinger Marktplatz durchführen wird.

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