OB Bosch, die SPD und die Grünen kapitulieren vor Stuttgart 21

10. August 2011  Allgemein

Am Freitag, den 12.08. wird es in Reutlingen auf dem Marktplatz um 17:00 Uhr eine Kundgebung mit anschließender Demonstration geben.
Mit dem “Reutlinger Appell” fordert das Aktionsbündnis Nils Schmid auf, zu den Lügen der Bahn über die Kosten des Tunnelbahnhofs Stellung zu nehmen. Näheres auf der Homepage www.rt-s21.de

Die Sorgen der OB Bosch
OB Bosch macht sich in ihrer Funktion als Städtetagspräsidentin Sorgen über die Ausstiegskosten aus Stuttgart 21. Deshalb solle S 21 gebaut werden. Im Bürgermeister-Wahlkampf betonte sie noch, dass die Stuttgarter selbst über S 21 abstimmen sollten.
Als vor einem Jahr die renommierten Gutachter Gutachter Vieregg & Rößler die Baukosten auf über 6 Mrd. und die neue Landesregierung, sowie der Bundesrechnungshof auf über 5 Mrd. berechnet hatten, war von solchen Sorgen nichts zu hören.
Auch dann nicht, als der STERN am 21.07.2011 Zahlenmanipulationen der Bahn aufdeckte, siehe Reutlinger Appell >>>.

Wenn es Frau Bosch im Falle S21 nur ums Geld geht, verkehrlich bringt er ja nur eine Verschlechterung, dann passt es auch nicht, dass sie selbst den SMA-Geißler-Kompromiss, der mind. eine Milliarde billiger sein soll, ablehnt.

Die „Nachdenkseiten“ kommentieren am 05.08.2011:
„Die Spitzenverbände juckt das alles nicht, was an Fragen und Fakten auch immer entgegenstehen mag: Es muss gebaut werden – jetzt! Es ist diese Arroganz der Macht, die es so schwer macht, eine lebendige Diskussionskultur zu praktizieren. Landkreistagspräsident Helmut M. Jahn, Städtetagspräsidentin Barbara Bosch und Gemeindetagspräsident Roger Kehle haben den von SMA(!) erarbeiteten und von Geißler vorgeschlagen „Oben/Unten-Bahnhof“ rundweg als „alten Wein in neuen Schläuchen“ abgetan. Statt eines solchen Schnellschusses, sollten sich die „drei Spitzen“ ihrer Amtspflichten erinnern und S 21 und „Oben/Unten“ mal gewissenhaft prüfen und damit zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger ihr Amt wahrnehmen. – Sonst könnte es passieren, dass sie bald zu einer Minderheit gehören, die mit einem alten Zopf herumläuft.“ Quelle: www.nachdenkseiten.de

Wer tatsächlich zahlt, sind nicht Bund und Bahn, sondern ist die Stadt Stuttgart und das Land Baden-Württemberg, wie die Infooffensive der S21-Gegner in ihrer Broschüre nachweist >>>.
„Bund und Bahn leisten zusammengenommen keinen realen Finanzierungsbeitrag, weil die Bahn parallel weit mehr Erlöse erzielt, als sie investiert.“

10.08.2011, Ulrich Maurer, Mitglied des Bundestags
Grüne kapitulieren vor Stuttgart 21
“Das ist die Kapitulationserklärung der Grünen zu Stuttgart 21″, so Ulrich Maurer stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Stern-Interviews des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, wonach sich die Grünen offenbar darauf einrichten, Stuttgart 21 zu bauen. Maurer weiter:
„Im Herbst ist die Volksabstimmung zu dem Milliardengrab geplant. Sowohl die Anhänger des Kopfbahnhofes als auch die Anhänger des Kompromissvorschlages können sich gemeinsam gegen den Untergrundbahnhof entscheiden und ihn so verhindern.”

Wer jetzt schon, wie Kretschmann einknickt, muss wenigstens die Frage beantworten, was geschieht, wenn die Kosten in wenigen Jahren schon höher als 4,5 Milliarden Euro liegen und der Ausstieg noch teurer wäre. Sich hinter dem Juniorpartner SPD zu verstecken, ist einfach zu billig und verrät alle, die sich über Jahre gegen Stuttgart 21 eingesetzt haben.