24 Sep. PM: Jessica Knapp auf Platz 11 der Landesliste der Linken Baden-Württemberg
Mit einer leidenschaftlichen und authentischen Rede hat Jessica Knapp auf der Wahlversammlung der Linken Baden-Württemberg die Delegierten überzeugt und wurde auf Platz 11 der Landesliste zur Landtagswahl gewählt. Die 41-jährige Erzieherin, alleinerziehende Mutter, Gewerkschafterin und Personalrätin tritt zudem als Direktkandidatin im Wahlkreis 60 (Reutlingen) an. Ihre Rede, gehalten am Weltkindertag, war ein flammendes Plädoyer für soziale Gerechtigkeit, frühkindliche Bildung und eine demokratische Gesellschaft – und brachte ihr Standing Ovations und breite Zustimmung ein. „Kein Kind darf weinend im Regen stehen, weil das Geld für eine Matschhose fehlt!“
Mit dieser eindringlichen Szene aus ihrem Kita-Alltag eröffnete Knapp ihre Rede. „Phillip und seine Kita-Freunde sind vier Jahre alt und wissen ganz genau: Armut heißt Ausgrenzung“, so Knapp. Ihre Botschaft: Bildung beginnt nicht erst in der Schule, sondern am ersten Tag unseres Lebens – und sie muss inklusiv, demokratisch und menschenwürdig sein.
Sie forderte, dass Qualitätsansprüche nicht nur auf dem Papier stehen dürfen, sondern mit echten Rahmenbedingungen unterfüttert werden müssen. Ihre Kritik am Kultusministerium war pointiert und praxisnah: „Wer nie versucht hat, gleichzeitig ein Kind zu wickeln, einen Streit zu schlichten und Uno zu spielen, sollte keine Bildungspläne schreiben.“
Sie will eine Stimme von unten sein – für alle, die sonst nicht gehört werden.
Knapp sprach offen über ihre eigene Biografie: Vom Gymnasium geflogen, von Lehrer*innen abgeschrieben, lange Zeit ohne Vertrauen in die Politik. Doch heute steht sie selbstbewusst vor ihrer Partei und sagt: „Ich alleine schaffe es vielleicht nicht, die Welt zu verändern – aber wir gemeinsam, wir können es schaffen.“
Trotz ihrer erst kürzlichen Mitgliedschaft bei der Linken wurde Knapp mit großer Zustimmung gewählt. Ihre Platzierung auf der Landesliste macht ein Landtagsmandat realistisch – insbesondere, wenn sich die aktuellen Umfragen bestätigen.
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