Jessica Tatti MdB: Massive Zunahme prekärer Arbeit auch im Ländle

03. November 2017  Allgemein

„Das hohe Wirtschaftswachstum in Baden-Württemberg geht deutlich zu Lasten prekär Beschäftigter,“ sagt heute die Reutlinger Bundestagsabgeordnete der Linken, Jessica Tatti. Sie bezieht sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Entwicklung der Normalarbeitsverhältnisse in den einzelnen Bundesländern.

„Was auf den ersten Blick wie eine sagenhafte Erfolgsgeschichte zur Beschäftigung der letzten 20 Jahre erscheint, entpuppt sich in Baden-Württemberg bei genauem Hinsehen als eine massive Zunahme von prekären Beschäftigungsverhältnissen mit oft dramatischen individuellen Schicksalen“, kritisiert Tatti. Sie fordert, dass prekäre Beschäftigung wie Leiharbeit, Befristungen, unfreiwillige Teilzeit und Minijobs eingedämmt und in Existenz sichernde Arbeit umgewandelt wird. „Wer arbeitet, muss davon leben und sicher in die Zukunft blicken können. Zudem ist es von hoher Bedeutung, dass die Beschäftigten arbeitsrechtlich anständig abgesichert sind und in ihren Betrieben stärker mitbestimmen können.“

So ist die Anzahl der ‚atypisch Beschäftigten’ lt. Bundesregierung in Baden-Württemberg um 70,4 Prozent auf 1,17 Millionen angestiegen, dieser Anstieg liegt 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.

Die Leiharbeit, die per se deutlich schlechter bezahlt und von Unsicherheit geprägt ist, hatte sogar einen im Vergleich zum Bundesschnitt 33 Prozent höheren Zuwachs. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten mit weniger als 20 Wochenstunden ist fast um die Hälfte auf 757.000 angestiegen und die Anzahl der befristet Beschäftigten hat sich auf 383.000 entsprechend des Bundestrends auch im Ländle verdoppelt. Hinzu kommt ein Anstieg der Minijobs auf 314.000.

Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten ist zwar auf 4,5 Millionen angestiegen, was eigentlich ein Grund zur Freude sein müsste – jedoch ist der Anteil der Vollzeitbeschäftigten von 83 Prozent auf knapp 75 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten deutlich gesunken.

„Die guten Wirtschaftsdaten in Baden-Württemberg werden zu oft auf Kosten der Beschäftigten erzielt. Anstatt alle angemessen an der Prosperität zu beteiligen, zahlen viele Beschäftigte mit Lohneinbußen, unsicheren Zukunftsperspektiven und Armutsrenten die Zeche. DIE LINKE setzt sich an der Seite aller Beschäftigten für anständige Löhne, sichere Beschäftigung und eine planbare Zukunft ein,“ so Tatti abschließend.

Jessica Tatti, MdB

Auf einmal mittendrin

02. November 2017  Allgemein

JESSICA TATTI, ERSTE REUTLINGER BUNDESTAGSABGEORDNETE DER LINKEN, VOR DEM BERLINER REICHSTAGSGEBÄUDE

Politik – Jessica Tatti von der Linken hat die ersten Wochen als neue Bundestagsabgeordnete in Berlin hinter sich
VON ULRIKE GLAGE (GEA, 02.11.2017)

REUTLINGEN. Im Mai besuchte Jessica Tatti Berlin und natürlich das Reichtagsgebäude. Nicht als Touristin, sondern als Kandidatin der Linken für den Wahlkreis Reutlingen. Beim Blick von der Kuppel in den Plenarsaal dachte sich die 36-Jährige, dass der auch nicht viel größer ist als der Sitzungssaal im Reutlinger Rathaus. Inzwischen weiß sie es besser. »Der ist schon viel, viel größer«, lacht sie: Die Zeit der Vorstellung ist vorbei, Jessica Tatti ist in der Realität als gewählte Abgeordnete angekommen. Wie sich das anfühlt? »Das weiß ich erst, wenn der Alltag beginnt.«
Alltag ist das Leben als Bundestagsabgeordnete für Jessica Tatti noch nicht. Sie ist viel auf Achse, pendelt mit der Bahn zwischen Reutlingen und Berlin. Dort nächtigt sie auf der Couch bei Freunden in Neukölln. »Ich bin froh, dass ich diese Möglichkeit in der Übergangszeit habe«, sagt sie.
Noch hat die Wohnungssuche Priorität C. Denn die Einsteigerin in die große Politik halten derzeit ganz andere Dinge auf Trab. »Es sind unfassbar viele strukturelle Sachen, die zu erledigen sind.« Ein Abgeordnetenbüro hat sie schon, doch das muss auch eingerichtet werden. Wer gibt die Computer aus, wo sind die Schlüssel, wo die Ausweise? Seit gestern, 1. November, steht ihr eine Büroleiterin zur Seite, die sich auskennt mit den Banalitäten im parlamentarischen Alltagsgeschäft und helfen kann bei der Orientierung im »Riesenkasten« Parlament. »Die weiß mehr als ich«, sagt die 36-Jährige und grinst.

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¡Hasta siempre, Comandante Che Guevara!

09. Oktober 2017  Allgemein

Von Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

Zum heutigen 50. Todestag von Ernesto Che Guevara gedenken Menschen weltweit des kubanisch-argentinischen Revolutionärs – und das zu Recht. Guevara war und ist eine Inspiration, sich gegen ungerechte Verhältnisse aufzulehnen. Kompromisslos und daher durchaus auch gegen die vordergründige Vernunft. Die Aussage „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche!“ wird ihm zugeschrieben. Von Herbert Macuse umgewandelt wurde sie zu einer der Losungen der Studierendenbewegung 1968: „Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche!“

Ernesto Guevara, der wegen seiner argentinischen Herkunft den Beinamen Che (Freund) verliehen bekam, versuchte das Unmögliche. Zunächst in Kuba, wo es den Revolutionären unter Fidel Castro nach nur drei Jahren gelang, die von den USA und ihren Verbündeten wie der Bundesrepublik gestützte Batista-Diktatur zu stürzen. Wenige Wochen, nachdem Batista in Westdeutschland das Großkreuz des Bundesverdienstkreuzes verliehen bekam, wurde Guevara in Kuba im September 1957 zum Comandante mit Befehlgewalt über eine eigene Kolonne, die Guerilla ging zur landesweiten Offensive über, die letztlich zur Befreiung von Kuba führen sollte. Erfolglos blieben die Missionen im Kongo 1965 und in Bolivien, wo Che Guevara vor 50 Jahren – wie man inzwischen weiß – auf Initiative der CIA ermordet wurde.

Ein Mythos und ein Vorbild

Ernesto Guevara, der Che, bleibt aber nicht nur wegen seines Wirkens als Guerillero ein Mythos, der Mensch Guevara dient als Vorbild. Er war kein Politkader, sondern verstand durch eigene Erfahrung die Notwendigkeit, die herrschenden Verhältnisse zu verändern. Ab 1950 lernte er bei Reisen die Armut in Argentinien kennen, später dann in Chile, Kolumbien, Peru und Venezuela. In Peru lernte er den Kommunisten und Arzt Hugo Pesce kennen, der in einer Leprastation arbeitet. 1954 erlebt er in Guatemala den CIA-Putsch gegen die linke und demokratisch gewählte Regierung von Präsident Jacobo Árbenz in Guatemala. Er gelangt nach Mexiko und lernt dort zunächst Raúl und Fidel Castro kennen. Die Reisen waren für ihn wie ein zweites Studium neben seiner Medizinausbildung 1948-1953.

Der Blick auf Ernesto Che Guevara lohnt sich heute auch, weil er die globalen Verhältnisse erkennbar macht. Während sich Journalisten und Autoren in den Industriestaaten und Vertreter der lateinamerikanischen Oligarchie an dem Revolutionär abarbeiten, wird er vor allem in Lateinamerika von der verarmten Bevölkerungsmehrheit verehrt. Und nicht nur dort: Bei der Verleihung der „Oscars“ in Hollywood würdigten Antonio Banderas und Carlos Santana den Revolutionär, sein Konterfei ist im palästinensischen Flüchtlingslager Dheisheh im Gazastreifen ebenso zu sehen wie bei Demonstrationen für Abrüstung – oder zuletzt bei den Protesten gegen die G20 in Hamburg.

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Die tatsächlichen Arbeitslosenzahlen

30. September 2017  Allgemein


Auch im September 2017 hat die Bundesregierung die Arbeitslosenzahlen geschönt. 932.093 Betroffene wurden nicht gezählt. „Die scheidende Bundesregierung hinterlässt den Arbeitsmarkt in krasser Schieflage, mit Millionen Menschen, die in prekären Verhältnissen leben müssen“, sagt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. „1,2 Millionen Erwerbstätige müssen ihr Einkommen mit ergänzendem Hartz IV aufstocken. Mehr als jeder fünfte Vollzeitbeschäftigte arbeitet zu einem Niedriglohn. Jede dritte offene Stelle kommt aus dem Bereich der Leiharbeit. Ein ‚Weiter-so‘ in der Arbeitsmarktpolitik darf es nicht geben.“ 

Der 30.09.2010 ist nicht vergessen!

29. September 2017  Allgemein

Jessica Tatti im Bundestag!

25. September 2017  Allgemein

Jessica Tatti überzeugt!

20. September 2017  Allgemein

Artikel in der SWP:
Emotionaler Schlagabtausch
Entscheidungshilfe fürs Kreuzchen

Jessica Tatti besucht das Haus Matizzo

20. September 2017  Allgemein

Vergangene Woche besuchte Jessica Tatti, Bundestagskandidatin für DIE LINKE in Begleitung ihres Wahlkampfleiters Rüdiger Weckmann das Metzinger Haus Matizzo. Die Geschäftsführerin Manuela Seynstahl erklärte den beiden Geschichte und Nutzung des Hauses für Seelsorge, Beratung und Begegnung. Der Name „Matizzo“ geht auf den alemannischen Stadtgründer von Metzingen zurück, nach dem Motto: „Stadtentwicklung ist auch Sozialentwicklung“. Der das Haus tragende Diakonische Förderverein unterstützt Menschen in verschiedenen Lebenslagen nach dem Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens, der Solidarität. Ein Prinzip, das Jessica Tatti teilt, sowohl beruflich als Sozialarbeiterin, als auch politisch als Stadträtin und Aktive der Partei DIE LINKE. Jessica Tatti zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Angebote im Haus Matizzo, in dem es unter vielem anderen, drei Demenzgruppen gibt, die von 35 Ehrenamtlichen getragen werden. Vor dem Hintergrund der langen Wartezeiten für eine Psychotherapie gibt es im Haus Matizzo eine erste Hilfe für Menschen in psychischen Belastungssituationen durch ausgebildeten seelsorglichen Lebenberater. Von besonderer Bedeutung ist für Jessica Tatti auch der Hilfsfond für Menschen in materieller Not, mit dem Zahlungsunfähigkeit ausgeglichen werden kann: „Ein wertvolles Angebot für Menschen in einer finanziellen Notsituation.“
Manuela Seynstahl ist es ein wesentliches Anliegen Hilfeangebote sinnvoll zu vernetzen und organisiert entsprechende Treffen im Haus Matizzo. Im abschließenden Rundgang durch das Haus fiel Jessica Tatti die warme Atmosphäre in dem geschmackvoll renovierten und eingerichteten Gebäude auf, das einmal eine Druckerei beherbergte.

Wahlaufruf für Jessica Tatti

16. September 2017  Allgemein

 

Heute (16.09.2017) im Reutlinger Generalanzeiger. Aus Platzgründen ohne diesen Text zum Aufruf:

Reutlingen hat die realistische Chance eine Linke in den Bundestag zu wählen und zwar über die Zweitstimme.

Jessica Tatti kandidiert auf der Landesliste der Linken auf dem aussichtsreichen Platz 5.

Die linke Stadträtin hat als Kommunalpolitikerin bewiesen, dass sie für soziale Interessen streitet und nicht einknickt, wenn es Gegenwind gibt.

Jessica Tatti steht dafür, auch Reichen und Superreichen in die Gesellschaft zu integrieren, was heißt: sie endlich angemessen an der Finanzierung der öffentlichen Aufgaben zu beteiligen.

Jessica Tatti engagiert sich für gute Arbeit statt Niedriglohnsektor, für sozialen Wohnungsbau und für eine humane Flüchtlingspolitik.

Jessica Tatti: „Wir Linke sind sozial auch nach der Wahl, wir wollen einen Politikwechsel durchsetzen und nicht nur einen Regierungswechsel.“

Wir rufen auf am 24.09.2017: Mindestens die Zweitstimme für DIE LINKE, damit Jessica Tatti in den Bundestag kommt!

 

Wahlsieg feiern…

14. September 2017  Allgemein

…und wenn es nichts zu feiern gibt, optimistisch nach vorne schauen.
Alle die mit uns gekämpft und uns unterstützt haben, sind herzlich eingeladen.